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Susanne Kümpel ist 41 Jahre alt und seit 1982 bei den Gemeinnützigen Werkstätten Köln (GWK), einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung, beschäftigt. Sie arbeitet zunächst in einer industriellen Verpackungsgruppe und wechselt 1993 in die Keramikabteilung der Betriebsstätte Rodenkirchen.
Susanne Kümpel bemalt in der Keramikabteilung zunächst unterschiedliche keramische Formen, weigert sich aber, serielle Arbeiten auszuführen. Immer auf der Suche nach neuen Inspirationen erzählt sie lieber detailreiche, farbenfrohe Geschichten, in denen sie ihre Sicht der Welt darstellt. Später wechselt Susanne Kümpel das Medium und arbeitet fortan bevorzugt mit Ölpastellkreiden auf Papier. Mit Ausdauer, Begeisterung und Konzentration entwickelt sie ihre grafische Arbeit und schafft sich so einen individuellen Arbeitsplatz innerhalb der Keramikabteilung. Die Themen ihrer Arbeiten sind abwechslungsreich und vielfältig. Oft stellt Susanne Kümpel persönliche Erlebnisse dar und lässt damit verbundene Eindrücke und Stimmungen noch einmal nachklingen.
Ihre Auseinandersetzung mit Werken der bildenden Kunst führt zu eigenwilligen Neuschöpfungen und Interpretationen. Regelmäßige Museumsbesuche, das Studieren der Originale vor Ort, aber auch Kataloge und Kunstbände dienen hier der Anregung.
Von der ersten Ideenskizze bis zur Fertigstellung eines Bildes vergehen oft Wochen, ein Zeitraum, in dem sich Susanne Kümpel intensiv mit einem Thema und mit Fragen der bildnerischen Umsetzung beschäftigt und um ein für sie zufriedenstellendes Ergebnis ringt.
Nach ihrem Beruf befragt, antwortet Susanne Kümpel:
Ich denke, ich denke mich selber. Anstrengend ist ja gar nicht. Ich kann auch noch Wandbild selber. Da ist die Malberuf. Beruf? Ich konzentriere mich selber. (diktiert):
Susanne Kümpel zu ihrem Selbstbildnis Gefühl
Staffelei, ich habe Ölkreide, Ölkreide, zwei Radiergummi, Tesafilmroller, Bleistift. Dann habe ich selber gemalt und ich habe gute Gefühle, Gefühle und Sonne gemalt hab. Gute Gefühle, weil ich mich gut gefühlt habt. Hab ein bisschen, ein bisschen, weiß nicht, Gefühle.
Ich fühle mich auch sehr gut, meine Ecke. Und meine Ecke. Und meine Ecke ich kann selber, Ölkreide geholt und weiße Töpfchen und dann hab ich auch noch Filzstifte ausgesucht. Arbeitsplatz gemalt hab.
Ich hab schöne Rundschnitt, Haare und Ohrringe, schöne Ohrringe gemalt hab. Ja und selber hab ich Bauchtasche, weil ich meine Teil reintun kann. Dann hab ich auch eine eigene Portemonnaie reingetan hab. Und Bleistifte, Schlüssel hab ich.
Ich habe im Moment gute Laune, im Moment gute Laune. Und auch mal schlechte Laune hab ich mal. Schlechte Laune hab, wenn keiner betröstet auf mich.
Da lach ich auch, lächeln. Eine Künstlerin bin ich besser gute Laune hab. Gute Laune, ja wenn ich gute Laune hat, gute Laune und die andere ist schlechte Laune, krieg ich nicht Kontakt.
Malerin, konzentrieren, mein Bild. (diktiert)
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