Max Klocke

Max Klocke ist am 8. April 1957 geboren.

Er kommt seit zehn Jahren in die KREATIVE WERKSTATT der Diakonie Stetten. Freitag Vormittag kommt der große kräftige Mann ein wenig tapsig, den Kopf leicht eingezogen und nach vorne geneigt. Er ist das, was man einen Einzelgänger nennt, die Umwelt scheint ihn nicht zu interessieren, immer wirkt er ein wenig verkrampft. Max spricht kein Wort, vor Jahren, lange bevor er in die KREATIVE WERKSTATT kam, hat er aufgehört zu sprechen. An der Wand hängt ein großer Bogen bereit, Max arbeitet im Stehen. In den Händen hält er einen Becher mit Farbe, meistens ist sie dunkel, und den Pinsel, beides hat er selbst ausgesucht. Der Becher ist nur halb voll, aus gutem Grund. Max arbeitet “wie wild”, führt den Pinsel - oder die Kreide mit großer Kraft und hohem Tempo, immer von links nach rechts, über das Papier, im Nu ist der Becher leer. Er holt sich dann einen anderen, wählt die Farbe. Das jedoch weniger mit den Augen als mit der Nase und wieder fährt der Pinsel mit aller Kraft über das Papier. Das macht große Freude, er ächzt und schnauft und alle wissen jetzt, Max ist ganz bei der Sache, Max freut sich. Es ist wohl mehr das Tun als das Gestalten, was ihn so begeistert. Es sind vielleicht auch die Düfte der Materialien, die ihn so anmachen, die der Farben, der Kreiden, des Kleisters, mit dem er Papierfetzten auf den Bogen klebt. Ganz dicht steht er vor seiner Arbeit, die Nase ziemlich unmittelbar am Papier. Was da fast gewalttätig im Großformat und in schöner Dichte entsteht, ist nichts Figürliches, es sind farbige, oft mehrmals übermalte Flächen, darauf wellenförmige oder gezackte oder kreisförmige Linien. Informelles? Abstraktes? Aber was wissen wir schon, was wissen wir schon von Max, von seinen Werken? Vielleicht das: Das Malen löst etwas aus in ihm, bewegt ihn, gibt ihm was, macht ihn wohl auch froh.

Die Künstler aus Stetten verstehen sich als Gruppe und haben dementsprechend fast ausschließlich als Gruppe ausgestellt.
Unter anderem:
Europäische Wanderausstellung 1987-1995 in allen größeren Städten Deutschlands (Heidelberg, Bonn, Hamburg, Köln, Rostock, Dresden, Leipzig, Erfurt, Wiesbaden, Stuttgart u. v. a. ) und vielen (Haupt-)Städten Europas (Zürich, Brüssel, Wien, London, Stockholm, Helsinki, Kopenhagen, Warschau, Budapest, St. Petersburg u. a.), auch in fünf großen Städten in Brasilien (Rio, Curitiba, Sao Paola, Belo Horizonte, Porto Alegre).
Danach Ausstellungen in:
Ulm, Pécs (Ungarn), Gaildorf, Weimar, Berlin, Reutlingen, Künzelsau, immer wieder Stuttgart, Mariaberg u.s.w.

Bilder für die Wand e.V.
Wehr - Öflingen
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